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Kommunales Flächenmanagement als partizipativer Prozess einer nachhaltigen Stadtentwicklung
Bestärkt durch die positiven Ergebnisse des
Modellprojekts, arbeitet die LAG 21 NRW derzeit in einem Folgeprojekt an einer breitenwirksamen Einführung des Nachhaltigen kommunalen Flächenmanagementsystems.
Ziel dieses Projektes bis Ende 2009 ist es, die in den vier nordrhein-westfälischen Kommunen des Projektes I erfolgreich erprobte Vorgehensweise effizient und zielgerichtet auf möglichst viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen zu übertragen (vom Projekt zum Prinzip). Hierdurch soll die notwendige Trendwende zu einer kontinuierlich sinkenden Flächeninanspruchnahme in Nordrhein-Westfalen eingeleitet werden.
Am Projekt nehmen aktuell die Kommunen Bergisch Gladbach, Haan, Hellenthal, Ratingen, Rheine, Moers und Porta Westfalica sowie als "Region Südliches Paderborner Land" die Kommunen Bad Wünnenberg, Borchen, Büren, Salzkotten und Lichtenau teil. Durch die Region Südliches Paderborner Land können erstmals auch regionale Aspekte in einem Managementsystem berücksichtigt werden.
Die von den Projektkommunen gewählten Schwerpunktthemen greifen die vor Ort jeweils aktuellen Fragestellungen auf:
Bergisch-Gladbach: Wohnen und Demografie
Haan: Wohnbauland, demografische Entwicklung und kommunale Infrastruktur
Hellenthal: Demografische Entwicklung / Siedlungsentwicklung
Moers: Nachhaltige Flächenentwicklung und Anpassung an den Klimawandel
Porta Westfalica: Wohnsiedlungsentwicklung, Demografie und Infrastruktur
Ratingen: Binnenentwicklung - Nachhaltiges Arbeiten und Wohnen im Zeichen des demografischen Wandels
Rheine: Dorenkamp.2020 - Wohnsiedlungsentwicklung und demografischer Wandel
Südliches Paderborner Land: Chancen & Grenzen der Binnenentwicklung in einer wachstumsstarken ländlichen Region
Es ist deutlich, dass die Auswirkungen des demografischen Wandels in Verbindung mit Folgen der Infrastrukturkosten und Finanzkrise in den Städten und Gemeinden einen steigenden Stellenwert in den Diskussionen vor Ort einnehmen. Somit besteht mit der Einführung eines nachhaltigen kommunalen Flächenmanagementsystems die Chance, sowohl einen Beitrag zur quantitativen Reduzierung des Flächenverbrauchs zu leisten, als auch eine strategische Planung zur zukünftigen Finanzierung von Infrastrukturkosten einzubinden.
Voraussetzung für eine zukunftsfähige kommunale Flächenplanung ist eine ehrliche Analyse und Bewertung der bisherigen Entwicklung. Im Projekt der LAG 21 NRW wird diese Analyse durch ein Indikatorentool gewährleistet, der es den Kommunen ermöglicht, ihre flächenrelevanten Daten der letzten 20 Jahre anschaulich darzustellen und zu bewerten. Zudem gilt es, durch die Information über Indikatorenentwicklung in den parlamentarischen Gremien vor Ort Bewusstsein zu schaffen.
Durch gezielte Information der politischen Entscheidungsträger über eine integrierte, an Nachhaltigkeitszielen ausgerichtete Stadtentwicklung sollte es gelingen, weitere Aspekte in die Diskussion vor Ort einzubringen und so schrittweise von einem Flächenmanagementsystem zu einem strategischen Nachhaltigkeitsmanagementsystem zu wechseln.